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Tailoring Hybrid Entscheidungsmatrix Stage Gate Scrum

Vorgehensmodell auswählen: Kriterien, Tailoring, Hybrid (V-Modell XT + Scrum)

Wie du das passende Vorgehensmodell auswählst: Kriterien (Risiko, Regulatorik, Änderungsrate), Tailoring dokumentieren, hybride Ansätze (Stage Gates + Sprints) und typische Prüfungsfragen.

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schutzgeist

2 min read

Vorgehensmodelle und -methoden auswählen und einsetzen

Dieser Beitrag ist eine Begriffserklärung zur Auswahl von Vorgehensmodellen – inklusive Prüfungsfragen, Kernkomponenten und Tags.

In a Nutshell

Die Auswahl des Vorgehensmodells richtet sich nach Kontextfaktoren wie Risiko, Regulierung, Team und Änderungsdynamik. Danach werden passende Methoden und Artefakte kombiniert, tailored und über Metriken gesteuert.

Kompakte Fachbeschreibung

Vorgehensmodelle strukturieren Projekte in Phasen/Iterationen und definieren Artefakte.

  • Klassisch (Wasserfall, V‑Modell XT): Planbarkeit, formale Nachweise
  • Agil (Scrum, Kanban): kurze Feedbackzyklen
  • Hybrid: kombiniert Governance (z.B. Stage Gates) mit iterativer Lieferung

Auswahl erfolgt kriteriumsgetrieben:

  • Kritikalität / Risiko
  • Compliance/Regulatorik
  • Änderungsrate
  • Lieferdruck
  • Teamreife / Verteilung
  • Vertragstyp

Wichtig: Tailoring dokumentieren (was ist Pflicht, was entfällt, warum) + Metriken (Lead Time, Defektdichte, Velocity, CFD) sinnvoll einsetzen.

Prüfungsrelevante Stichpunkte

  • Kontextanalyse anhand Kriterien (IHK)
  • Klassisch vs agil vs hybrid erklären und begründen
  • Artefakte/Checklisten definieren (DoR/DoD, Abnahme)
  • Rollen sauber benennen (PO, SM, Projektleitung, QM)
  • Metriken (Flow + Qualität) festlegen
  • Risiken managen (Prototypen/Spikes, Reviews)
  • Dokumentationspflicht (Tailoring Log, Abnahmen, Traceability)

Kernkomponenten

  1. Kontextanalyse + Kriteriengewichtung
  2. Prozessarchitektur (Phasen/Sprints/Meilensteine)
  3. Rollenmodell + Eskalation
  4. Artefakte + DoR/DoD
  5. Planungsmethoden (Roadmap/Release/Sprint)
  6. QS (Reviews, TDD, CI/CD, Teststrategie)
  7. Risikomanagement
  8. Tailoring-Leitfaden
  9. Metriken + Reporting
  10. Compliance/Security

Praxisbeispiel (Entscheidungsmatrix)

Webportal (Regulatorik + Integrationsrisiko + Wunsch nach frühen Inkrementen)

Kriterien (Gewicht):
- Regulatorik 30
- Änderungsrate 20
- Integrationsrisiko 20
- Lieferdruck 15
- Teamreife 15

Bewertung 1..5:
- Wasserfall: 5/2/2/3/3
- Scrum:      3/5/4/4/4
- V-Modell XT:5/2/3/3/3
- Hybrid:     5/4/4/4/4  -> höchste Punktzahl

Hybrid-Tailoring:
- Stage Gates (Anforderungsfreigabe, Architekturfreigabe, Go-Live)
- Umsetzung in 2-wöchigen Sprints
- Pflichtartefakte: Risiko-Register, ADRs, Testprotokolle, Abnahme

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Entscheidung nachvollziehbar (Matrix)
  • Risiko/Compliance sichtbar adressiert
  • Feedbackzyklen verbessern Qualität

Nachteile

  • Bewertung kann subjektiv sein
  • Hybrid erfordert Erfahrung in Governance + Agilität
  • Metriken können Fehlanreize setzen

Typische Prüfungsfragen (mit Kurzantwort)

  1. Welche Kriterien helfen bei der Auswahl? Risiko, Regulatorik, Änderungsrate, Team, Lieferdruck, Vertrag.
  2. Was gehört in ein Tailoring-Dokument? Anpassungen/Entfall mit Begründung, Pflichtnachweise, Rollen, Reviews, Metriken.
  3. Wie verbindet man V‑Modell XT und Scrum? Gates/Nachweise aus V, Lieferung in Sprints mit Reviews.

Lernstrategie

  1. 2 Projektkontexte vergleichen und Tailoring skizzieren.
  2. Entscheidungsmatrix mit 5 Kriterien rechnen.
  3. Kurzbegründung (3 Sätze) trainieren.

Wichtigste Quellen

  1. https://www.scrum.org/resources/scrum-guide
  2. https://www.cio.bund.de (V‑Modell XT)
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