Skip to content
IRC-Coding IRC-Coding
Nutzwertanalyse Kriterienkatalog Gewichtung Sensitivitätsanalyse TCO ROI

Nutzwertanalyse einfach erklärt: Kriterien, Gewichtung, Matrix & Sensitivitätsanalyse

Nutzwertanalyse (NWA) als Mehrkriterienverfahren: Muss/K.O.-Kriterien vs Soll, Gewichtung, Bewertungsskalen, Berechnung, Sensitivitätsanalyse und Prüfungsfragen.

S

schutzgeist

1 min read

Nutzwertanalyse

Dieser Beitrag ist eine Begriffserklärung zur Nutzwertanalyse (NWA) – inklusive Prüfungsfragen, Beispiel und Tags.

In a Nutshell

Die Nutzwertanalyse ist ein Mehrkriterienverfahren zur Bewertung von Alternativen, wenn quantitative und qualitative Kriterien berücksichtigt werden müssen. Ergebnis ist ein nachvollziehbares Ranking über gewichtete Punktwerte.

Kompakte Fachbeschreibung

Die NWA ordnet Alternativen anhand von:

  • Kriterienkatalog (inkl. Muss/K.O.-Kriterien)
  • Gewichtung (Summe der Gewichte = 1)
  • normierten Bewertungen (z.B. 0–10)

Der Gesamtnutzwert entsteht als Summe aus Gewicht × Teilnutzen je Kriterium. Sensitivitätsanalysen prüfen, ob das Ranking stabil bleibt, wenn sich Gewichte/Bewertungen ändern.

Wichtig: K.O.-Prüfung zuerst, damit unzulässige Alternativen nicht „hochgerechnet“ werden.

Prüfungsrelevante Stichpunkte

  • Muss/K.O.- vs Soll-Kriterien sauber trennen
  • Gewichtssumme muss 1 sein
  • Skalenkonsistenz: „höher = besser“ (Kostenkriterien invertieren)
  • IHK: Gewichtung + Datenquellen begründen und dokumentieren
  • Manipulationsrisiko: Vier-Augen-Prinzip
  • Kopplung mit TCO/ROI möglich
  • Dokumentationspflicht: Matrix, Annahmen, Versionierung, Freigabe

Kernkomponenten

  1. Zieldefinition
  2. Kriterienkatalog inkl. K.O.
  3. Skalen/Nutzenfunktionen
  4. Gewichtungsverfahren (Paarvergleich/Prozent)
  5. Bewertungsmatrix
  6. Normalisierung + Aggregation
  7. Sensitivitätsanalyse
  8. Visualisierung (Balken/Spinne/Heatmap)
  9. Rollen/Freigaben
  10. Plausibilitätscheck

Einfaches Praxisbeispiel

Alternativen: Framework A, B, C
Kriterien: Performance, Wartbarkeit, Lizenzkosten, Community
Gewichte: 0.35, 0.30, 0.20, 0.15
Bewertungen (0–10), Kostenkriterium invertiert
Ranking: höchste gewichtete Summe gewinnt

Vorteile und Nachteile

Vorteile

  • Vereint harte und weiche Kriterien
  • Transparenter Entscheidungsprozess
  • Sensitivitätsanalyse möglich
  • Gut kombinierbar mit TCO/ROI

Nachteile

  • Subjektive Gewichte
  • Skalenwahl kann verzerren
  • Kompensationsproblem (sehr gut kann sehr schlecht ausgleichen)

Typische Prüfungsfragen (mit Kurzantwort)

  1. Wozu dient eine Nutzwertanalyse? Strukturierte Auswahl aus Alternativen anhand gewichteter Kriterien.
  2. Muss vs Soll? Muss/K.O. schließt aus; Soll fließt in Score ein.
  3. Wie berechnet man den Nutzwert? Summe über (Gewicht × Bewertung), Gewichtssumme = 1.
  4. Warum Sensitivitätsanalyse? Prüft Stabilität des Rankings.

Freie Antwort

NWA ist ideal für Software-/Tool-/Architekturentscheidungen. Entscheidend sind klare Kriterien, nachvollziehbare Gewichtung, konsistente Skalen und vollständige Dokumentation.

Lernstrategie

  1. Auswahlproblem aus dem Alltag wählen und Kriterien sammeln.
  2. NWA-Prozess als Flow skizzieren.
  3. Unter Zeitdruck eine komplette Matrix rechnen.
  4. Skalenkonsistenz + Gewichtssumme prüfen.

Weiterführende Infos

  1. https://de.wikipedia.org/wiki/Nutzwertanalyse
  2. https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/nutzwertanalyse-39520
Zurück zum Blog
Share:

Ähnliche Beiträge